ZKB-Magazin-Vorstaende
Foto: © siegridcain.com

Wenn Vorstände Zeitung machen

Eine Redaktionssitzung, die man nachträglich erfinden müsste, hätte sie nicht stattgefunden.

„x+“ oder „ZEHN PLUS“ oder „10 plus“.

Ein Jubiläumsmagazin, das nach vorne blickt, indem es zurückschaut und dabei immer wieder über den Tellerrand hinaus. Ein Zeitungsprojekt, in dem es nicht darum geht, etwas Feststehendes nach außen zu tragen, sondern darum, einen Prozess auszulösen, in dem wir über uns selbst nachdenken; einen Prozess, der die Köpfe bis hinauf in die Vorstandsebene zum Rauchen bringt. Da liegt es auf der Hand, mit ein paar Blitzlichtern diesen Weg zu beleuchten. Als Bildergeschichte, in der Vorstände Zeitung machen. So, wie man es nicht besser hätte erfinden können. 

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Die Protagonisten: Chefredakteur Wolfgang Tonninger (li.), die Vorstände der Zürcher Kantonalbank Österreich AG Hermann Wonnebauer, Christian Nemeth und Michael Walterspiel und die Marketing-Leiterin Reingard Meiche

Wie alles begann

Die Überlegungen, wie wir unser zehnjähriges Bestehen feiern und kommunizieren möchten, begannen bereits früh im Jahr 2020. Wir wollten Stolz und Freude zum Ausdruck bringen, wir wollten Danke sagen, wir wollten etwas zurückgeben. Viele Menschen haben ihre Köpfe zusammengesteckt und Ideen ausgetauscht. Soll es Präsente geben? Oder ein Event? Und plötzlich wurde klar: Wir setzen uns nicht mit Geschenkideen oder PR-Maßnahmen auseinander, sondern sprechen viel mehr darüber, was uns in den letzten zehn Jahren als Bank bewegt hat und was uns wirklich wichtig ist. Aus den Überlegungen, wie wir all diese Geschichten erzählen können, fassten wir den Entschluss, erstmalig ein Magazin herauszugeben.

Nähe – zu unseren Kundinnen und Kunden, untereinander als Mitarbeitende und zu unseren Partnern – ist ein wesentlicher Charakterzug unserer Unternehmenskultur. Diese Nähe zeigt sich in vielen Facetten, so auch im Prozess der Magazin-Entstehung.

Menschen, die uns nahe sind

Als Partner für die Umsetzung des Magazins haben wir uns für den narrativen Organisationsentwickler Wolfgang Tonninger entschieden. Er ist Kreativer (Drehbuchautor, Texter und Videoproduzent), Coach und Unternehmenskulturentwickler. Zwischen Kreation und Beratung liegt seine Arbeit. Er hat es verstanden unsere Gedanke und Werte in Worte zu fassen und uns im Prozess der Entstehung immer wieder herauszufordern, zu hinterfragen und in die Tiefe zu gehen. Und genau das war es, was wir für dieses Magazin wollten: Mutig(e) Geschichten erzählen, die das „Uns“ wirklich spüren lassen und trasportieren, was uns wichtig ist. Geschichten erzählen, die unsere Leserinnen und Leser begeistern, zum Nachdenken anregen und bewegen.
Als Art Director für das Printmagazin war Grafikdesigner Florian Frandl federführend. Mit ihm verbindet uns eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Von seiner Arbeit sind wir schon längst begeistert und mit viel Freude haben wir auch das Magazin mit ihm gestaltet. Es ist eine Kunst, rudimentären Gedanken eine Gestalt zu geben, die es besser trifft, als man es sich hätte vorstellen können. Florian Frandl beherrscht diese Kunst.

Themen, die uns nahe gehen

Die Themen, denen wir uns in unserem Magazin widmen, sind weder einem Trend noch einer strategischen Dringlichkeit entsprungen. Die großen Rubriken Glück, Zukunft, Kunst und Geld sind die Essenz aus vielen Gespräche mit dem Vorstand und einer Gruppe von Mitarbeitenden, die ihre Geschichte und Gefühle in Verbindung mit der Zürcher Kantonalbank Österreich AG teilten. Wir haben nicht sachlich konzeptionell entschieden, diese Themen zu wählen, sondern haben bewusst hingehört, welche Themen von uns aufgehoben und mitgenommen werden wollten. In diesem Magazin, in jedem Text, steckt die Zürcher Kantonalbank Österreich AG – durch und durch.

Gedanken, die uns näher bringen

„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern“, sagte André Malraux. So ähnlich haben wir es auch gehalten. Wir haben viel über die letzten zehn Jahre sinniert und Gedanken geteilt, die wir vielleicht noch nicht ausgesprochen hatten. Mit dem klaren Ziel: für und über die Zukunft zu schreiben. Mit dem Magazin (ZEHN) PLUS wollen wir nicht in der Vergangenheit schwelgen sondern eine Türe für das Morgen öffnen. Nicht „Zehn Jahre“ steht im Vordergrund sondern „Zehn Plus“ – das Mehr, auf das wir Lust haben.

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