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Foto: © Victor Garcia

Was ist uns unsere Zukunft wert?

Zukunft ist ohne Herkunft nicht zu haben. Die Frage ist, ob ein Zuviel davon auch im Weg stehen kann – weil sie verhindert, dass wir uns öffnen und nach ihr strecken.

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Wer sich hinauslehnt in den Zukunftsraum, wird gut beraten sein, sich im Jetzt gut anzuhalten. Denn manche sind schon aus dem Fenster gestürzt, als sie das Neue – in der Gestalt des noch Unbegriffenen – greifen wollten.

Das Projekt der europäischen Moderne kann als unbedingte Ausrichtung auf das Neue gelesen werden, das zunehmend zum Maßstab dafür wird, dass etwas Wert hat. Diese Fixierung führte dazu, dass damals, irgendwann im 18. Jahrhundert, auch die ersten Museen entstanden – als Orte der Aufbewahrung von Dingen, die im Sog des Neuen auf der Strecke blieben. Doch weil man nicht alles erinnern und aufbewahren konnte, musste parallel dazu auch das Vergessen weiterentwickelt werden; genauso wie das Wegwerfen, um Platz zu schaffen für das Neue.

Sie sehen, wie sehr die Dinge zusammenhängen. Genauso wie das Neue ohne das Alte konturlos bleibt, wird auch Veränderung nur gelingen, solange der Boden, auf dem wir uns bewegen, halbwegs stabil ist. So bleibt uns in einer Welt, die sich sprunghaft ändert, nichts anderes übrig, als dass wir uns laufend an die neuen Umgebungsbedingungen anpassen, um nur halbwegs die Gleichen zu bleiben. Das weiß auch Christian Nemeth, Vorstandsmitglied der Zürcher Kantonalbank Österreich, wenn er von den Schwierigkeiten erzählt, eine in der Vergangenheit erfolgreiche Strategie in die Zukunft hochzurechnen. „Ein wichtiger Teil unseres Geschäfts sind Zukunftsprognosen. Und diese Prognosen müssen wir aus gegenwärtigen Daten und Verhältnissen ableiten.

» Zukunftsbewältigung ist ein Mix aus Planung und Flexibilität. «

Christian Nemeth

Erfolgreiche Zukunftsbewältigung bedeutet für uns, dass wir den richtigen Mix finden zwischen Planung und Elastizität, damit wir nicht nur langfristig das Richtige machen, sondern auch kurzfristig auf neue Herausforderungen reagieren können.“ Mit anderen Worten: Stabilität ist ohne Veränderung nicht zu haben. Wer das verinnerlicht hat, wird eher verhalten applaudieren, wenn die Jungen aufstehen und fordern, dass alles anders werden muss, obwohl genau das ihr gutes Recht ist.

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